... im Taschenbergpalais Dresden.

Mitten im Herzen von Dresden, direkt neben dem Residenzschloß, ließ August der Starke ein Palais für seine Mätresse Gräfin von Cosel errichten. In den wiederaufgebauten Mauern ist heute das 5-Sterne Kempinski Hotel "Taschenbergpalais" - und versprüht elegant-modernen Luxus, der seiner ehemaligen Bewohnerin alle Ehre macht. 

Ich liebe Häuser mit Geschichte! Schon vor ein paar Jahren bin ich bei einem Besuch in Dresden staunend vor dem schmiedeeisernen Zaun stehen geblieben und habe das gelbe Palais mit den goldenen Lettern "Grand Hotel Taschenbergpalais", den großen Sprossenfenstern und den weißen Stuckelementen bewundert. Einen Schritt hinein zu wagen habe ich mich nicht getraut, zumal ein Pförtner am Eingang steht. Zu groß war die Hemmschwelle vor dieser "anderen Welt". Aber es ging mir irgendwie nicht aus dem Kopf. Ein paar Reisejahre und -erfahrungen später und ein Geburtstagsgeschenk öffneten dann für eine Nacht Mitte Oktober 2025 die Pforten in diese exklusive Welt. Ein unvergessliches Erlebnis!  


Buchung - Wenige Klicks in eine andere Welt

Gebucht haben wir direkt über die Homepage des Hotels. Hier stehen erwartungsgemäß diverse Zimmer-Katgorien und Suiten zur Auswahl. Das preisliche Spektrum reicht hier von "Okay, das kann ich mir noch leisten." bis zu "Das ist ein dreifaches Monatsgehalt!". Wir entschieden uns für ein etwas größeres "Grand Palais Zimmer". Diese sind mit Blick zum Innenhof oder zur Seitenstraße angegeben. Zimmer "mit Blick" auf Semperoper & Co. kosten extra. Da wir aber eh nicht viel aus dem Fenster schauen würden, brauchten wir keinen Blick. Nach Auswahl des Übernachtungstyps gab es nicht nur die Möglichkeit Standard-Tarife zu reservieren, es wurde auch direkt ein Arrangement "Kulinarische Köstlichkeit" angeboten: Übernachtung inklusive Frühstück, einem 3-Gänge-Abendessen im Restaurant "Das Palais" und Zugang zum Spa. Zudem war es bis drei Tage vor Anreise stornierbar (was mir wichtig ist, man weiß ja nie). Das klang toll. Also los!

Drei Tage vor unserem Aufenthalt gab es einen Vorgeschmack, was einen 5-Sterne Aufenthalt aus macht. Ich bekam eine Mail vom Taschenbergpalais, in der ich nach Präferenzen für unseren Aufenthalt gefragt wurde: Wann wir etwa anreisen, wie wir anreisen, ob ein Parkplatz reserviert werden soll, ob wir eine Ladesäule benötigen und was das Laden vor Ort kostet. Ob wir lieber Blick zum Innehof oder zur Straße hätten, nahe am Aufzug oder lieber weiter weg und ob wir pro Person noch ein zusätzliches spezielles Kissen benötigen. Puh, was für eine Auswahl nur für Kissen!


Anreise - Willkommen im Herzen von Dresden

Dann kam der große Tag. Das Hotel liegt mitten in der Stadt, das Navi fand jedoch problemlos den Weg zur Tiefgarage direkt unter dem Taschenbergpalais. Diese ist nicht nur für Hotelgäste, sondern ganz allgemein öffentlich nutzbar. Die Tarife liegen bei 2,90€ pro Stunde und 30 € Tagesmaximum. Allerdings passt hier aufgrund der baurlichen Gegebenheiten nicht jedes Fahrzeug rein (Maximalhöhe 2 m und auch tiefergelegte Fahrzeuge haben eventuell Schwierigkeiten), und die Zufahrt als auch die Tiefgarage selbst ist recht eng. Ein separater Zugang führt direkt ins Hotel, andere Ausgänge in die Stadt.


Tipp:
Hotelgäste können das Ticket an der Rezeption entwerten lassen. Dann kostet das Tagesmaximum 25 €. Dies sollte jedoch erst mit Check-Out erfolgen, da direkt nach Entwertung nur noch 15 min Zeit sind die Tiefagrage zu verlassen. Für Hotelgäste gibt es übrigens auch einen Parkservice. 

Check-in für unser Zimmer war ab 15 Uhr. Da wir jedoch noch einen kleinen Stadtbummel machen wollten, kamen wir bereits gegen Mittag an und gingen erst einmal gegenüber in den Zwinger. Bei strahlendem Sonnenschein schlenderten mein Mann und ich - unsere Tochter war bei den Großeltern - durch die Anlage und im Anschluss durch die Stadt. Alles bequem fußläufig. Für einen Städtetrip die optimalen Voraussetzungen. 


Check-in - Eintritt ins luxuriöse Wohnzimmer

Nach unserer Shopping- und Sightseeingtour durchquerten wir dann das schmiedeeiserne Tor, durch das ich mich damals nicht getraut hatte. Am freundlich grüßenden Pförtner vorbei führt ein roter Teppich durch den kleinen schmucken Innnehof auf die große Drehtür zu, hinter der die Lobby liegt. Dort wurden wir direkt von einer weinrot gekleideten Pagin begrüßt. Auch der Empfang an der Rezeption war sehr freundlich. Begleitend zum Check-in bot man uns direkt etwas zu trinken an. Ich entschied mich für ein Glas Sekt und mein Mann für ein Wasser. Nachdem wir unsere Schlüsselkarten bekamen, fragte uns die Pagin direkt nach unserem Gepäck. Das war jedoch noch unten im Auto. Wir lehnten also dankend ihre Hilfe ab, machten es uns erst einmal einen Moment auf den gemütlichen Polstermöbeln vor dem flackenden (LED-)Kaminfeuer bequem und ließen die Lobby auf uns wirken. 

Das Hotel - Moderne Geschichte


Das gesamte Hotel wurde bis Mitte 2024 umfassend renoviert und beeindruckt mit zeitloser Eleganz und darin integriert immer wiederkehrenden historischen Motiven. In der Presse-Broschüre des Hotels ist es folgendermaßen beschrieben:

Für das neue Design ließ sich der renommierte Designer Markus Hilzinger von Dresdner Wahrzeichen inspirieren, wodurch ein einzigartiges Bündnis aus zeitgenössischem Design und königlicher Pracht entstand. Er schaffte ein Erlebnis, das sowohl dem Vermächtnis August des Starken und seinen Nachkommen als auch der sächsischen Geschichte gerecht wird, während es gleichzeitig die Ansprüche an ein modernes Luxushotel erfüllt. Handwerkliches Geschick zeigt sich in der Verarbeitung hochwertigster Materialien sowie der Integration maßgefertigter Möbel und Stoffe.

Mir persönlich hat dieser Mix aus alt und neu wirklich sehr gut gefallen. Besonders beeindruckt war ich von dem großen Treppenhaus, das zur Beletage und zum großen Kurfürstensaal führt. Zudem finden sich überall Details wie Stuckelemente oder historische Türgriffe. 


Tipp:
Im Erdgeschoss und direkt von der Straße durch eine separate Drehtür erreichbar ist die Pâtisserie & Lounge "Amalie", die man auch gut einfach am Nachmittag für einen Kaffee/Tee und eine süße Leckerei besuchen kann. Die Törtchenkreationen sahen einfach himmlisch aus und die gemütlichen Nischen laden dazu ein es sich bequem zu machen. 



Zimmer - Nächtigen wie eine moderne Gräfin

Nachdem wir unser Gepäck aus dem Auto geholt hatten, durchquerten wir erneut die Lobby, um zu den Hauptaufzügen zu gelangen. Dabei wurde uns zwar wieder Hilfe angeboten, da wir aber nur einen kleinen Koffer hatten, lehnten wir auch diesmal ab. Im 3. Stock angekommen öffneten sich die Aufzugstüren zu einem grau-hellblau gehaltenen Flur mit floralem Muster an den Wänden. Toll, wie ein innenliegender Flur so hell und einladend gestaltet sein kann. Kurzzeitig waren wir dann mangels Schildern etwas ratlos, wo wir lang mussten. Um die Ecke hörten wir jedoch stimmen und baten die Zimmermädchen um Hilfe, die uns direkt zu unserem Zimmer geleiteten.  Kein Schritt war auf dem dicken Teppich zu hören, der hier lag. Ein nettes Detail - jedes Zimmer hat eine eigene Klingel und einen Spion, sodass man sieht, wer davor steht!

Der Aufbau unseres Zimmers war klasssich. Durch einen kleinen Flur, wo sich ein riesiger Spiegel und gegenüber ein großer (innen beleuchteter) Schrank befand, gelangte man in den Hauptraum mit einem großen und einladend aussehenden Bett. Die aus dem historischen Palais-Charakter resultierende Raumhöhe sorgte zudem dafür, dass das Zimmer nochmal größer wirkte. Als Willkommens-Note zeigte der FlatScreen an der Wand eine persönliche Begrüßung auf historischen Motiven. Nur die Fernbedienung dafür mussten wir tatsächlich erst einmal suchen. Die Einrichtung war eine Mischung aus modernen und klassischen Elementen, wirkte auf uns zeitlos und einladend und wir fühlten uns direkt wohl. Auf der Anrichte unter dem FlatScreen stand eine Flasche Wasser mit zwei Gläsern und in der Vitrine darunter hätten wir uns an salzigen oder süßen Snacks bedienen können. Mein Mann war eher begeistert von dem kleinen Technik-Equipment auf dem Nachttisch. Und unsere vorab bestellten Kissen lagen auch schon bereit. Tatsächlich wurden uns später noch einmal dieselben Kissen vom Housekeeping gebracht, da hatte sich wohl eine Doppelbestellung ins System geschlichen. Aber lieber mehr als weniger Kissen.

Eine doppelflügelige Tür öffnete sich neben dem Bett ins Dusch-WC mit Blick auf einen doppelten Waschtisch. Rechts davon war mit Milchglas abgetrennt der WC-Bereich, links davon mit Glas abgetrennt die Dusche. Auf Wunsch hätten wir bestimmt auch eine Badewanne haben können, wir waren jedoch mit der großen Regendusche mehr als zufrieden. Mir gefiel die schwarz-weiß Optik des Nassbereichs unglaublich gut. Vor allem die dunklen Armaturen gaben einen tollen Kontrast. Mittig auf dem Waschtisch stand eine kleine Box mit Lotions etc. und im Unterschrank lag ein großer Fön.


Spa - Schwimmen unterm Sternenhimmel

Nachdem wir ausgepackt und beim Erkunden des Zimmers auch Bademäntel und Slipper (in zwei verschiedenen Größen) gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg zum Spa. Der Spabereich liegt im Taschenbergpalais ganz oben im 5. Obergeschoss unterm Dach und man erreicht ihn über einen separaten Aufzug - der praktischerweise direkt um die Ecke von unserem Zimmer lag. Öffnen sich hier die Aufzugstüren, gelangt man in einem Empfangsbereich mit warmen Erdtönen. Wer möchte, kann sich hier nochmal zusätzliche Handtücher nehmen. Natürlich werden hier auch diverse Behandlungen angeboten. Es war jedoch schon etwa 17.30 Uhr und mit dem Abendessen gegen 19 Uhr hatten wir dafür keine Zeit mehr. Genauso wenig wie für einen ausgiebigen Saunabesuch, wobei ich jedoch zumindest einen kurzen Blick in den Saunabereich warf und auch dieser einen tollen Eindruck machte! Der Poolbereich war bis auf ein schwimmendes Kind samt Vater leer. Die Schwimmzeit für Kinder war zwar zu diesem Zeitpunkt bereits abgelaufen, uns störten die Beiden jedoch nicht. Also warum den Spaß verderben. Wir schwammen ein paar Runden unter dem Sternenhimmel und genossen die angenehme Temperatur des Wassers - eine tolle Auszeit!


Tipp:
Der Pool ist grundsätzlich für alle Hotelgäste geöffnet, die Zeiten für Kinder sind jedoch begrenzt. Kinderpoolzeit in Begleitung eines Erwachsenen ist täglich von 10:00 bis 11:30 Uhr und von 15:00 bis 16:30 Uhr. Wie ich finde ein guter Kompromiss.



5-Sterne Details ...

Als wir aus dem Spa kamen hatte man unser Zimmer bereits für die Nacht vorbereitet. Die Vorhänge waren zugezogen, Tagesdecke und Zierkissen abgenommen, das Bett aufgeschlagen und hergerichtet, davor lagen Handtücher und die Beleuchtung war gedimmt. Es sah so einladend aus, dass wir am liebsten gleich unter die Decken geschlüpft wären ... Aber natürlich knurrte uns nach dem langen Tag auch der Magen und wir hatten eine Reservierung fürs Abendessen, die wir uns nicht entgehen lassen wollten.


Restaurant "Das Palais" - Ein sterneverdächtiges Dinner

Pünktlich um 19 Uhr betraten wir das hoteleigene Restaurant "Das Palais" für unser 3-Gang Abendessen. Auch hier war der Empfang super nett. Wir waren allerdings etwas überrascht, denn wir hatten uns viel zu schick gemacht! Als Dresscode stand auf der Hoempage "Lässig elegant", also hatte ich vorab erst einmal gegoogelt, was man darunter denn in diesem Rahmen so versteht. Immerhin waren wir zumindest nicht overdressed. Weil zu diesem Zeitpunkt nicht viele Gäste anwesend waren, hatten wir freie Platzwahl - und wählten einen Ecktisch auf den umlaufenden Sofas. Und dann kam auch schon die Bedienung mit der Karte ...

Wir dachten eigentlich, dass es ein festes Menü wäre, das zum Arrangement gehört. Es stellte sich dann jedoch heraus, dass es ein 3-Gang Menü "a la carte" war. Also es gab diverse Vor-, Haupt- und Nachspeisen auf der Karte, aus denen wir uns jeweils eine aussuchen konnten. Und diese Wahl war verdammt schwer! Unten in der Galerie findet ihr die Karte als auch die Gerichte, für die wir uns dann entschieden haben. Was soll ich sagen, das Essen war einfach großartig! Und am Ende waren wir sowas von satt. Also nichts mit große Teller und wenig drauf. Nein, die Portionsgrößen waren ordentlich ohne zu viel zu sein. Ich habe das Dessert nicht mal mehr komplett geschafft. 

 

Dazu gab es für uns eine Flasche Wasser, für meinen Mann ein Glas Weißwein aus der Umgebung und für mich die 3-Gang Weinbegleitung. Letztere ist dabei 100 % stimmig gewesen. Chapeau! Ich wurde vorab gefragt, wo grundsätzlich meine Vorlieben beim Wein liegen - eher süß oder halb-/trocken - und darauf basierend reichte man mir einen Wein zum jeweiligen Gericht. Zum Dessert gehörte dann ein weißer Portwein, der außergewöhnlich gut zu den würzigeren Käsesorten des Desserts passte. Und man war auch wirklich sehr großzügig beim Einschenken.

 

Das Personal war dabei jederzeit auf Zack ohne aufdringlich zu sein. Sie fragte uns vorab, ob wir das Essen direkt nacheinander serviert haben möchten oder ob etwas Zeit dazwischen liegen darf. Dreimal dürft ihr raten, für welche Variante wir uns entschieden haben ...  Gegen 21.30 Uhr verließen wir nach einem abschließenden Digestif das Restaurant und machten uns auf den Weg in die Bar.


Bar - Welcome to the 20ths!

Die Bar ist optisch eine Zeitreise in die 1920er Jahre und wird von dunkelm Holz und roten Ledersofas dominiert. Fehlten eigentlich nur noch die obligatorischen Rauchschwaden, die früher das Ambiente vervollständigt hätten - heute aber zum Glück nicht mehr vorherrschen ... Als wir hier ankamen waren einige Tische besetzt, aber es war nicht überfüllt. Bereits kurz nachdem wir uns hingesetzt hatten, kam der Barkeeper an unseren Tisch, stellte zwei Gläser Wasser und eine kleine Glas-Karaffe mit salzigem Popcorn vor uns hin und reichte uns die Karte. 

Und schon wieder hatten wir die Qual der Wahl! Ich bestellte als erstes eine hauseigene saisonale Cocktail-Kreation mit schwarzem Tee und mein Mann, der sich über die endlich mal vielfältige Rum-Karte freute, einen entsprechenden guten Tropfen von dieser Seite der Karte. Während noch die erste Runde auf dem Tisch stand, studierten wir nochmals ausgiebeig die Karte. Man sieht schließlich nicht alle Tage, dass jedem einzelnen Cocktail eine ganze Seite gewidmet und im Stil der 20er-Jahre illustriert ist. Der Barkeeper kam zu einem kleinen Plausch vorbei und erklärte uns dazu dann auch noch, dass die Gläser, die dort auf den Illustrationen abgebildet sind, auch so serviert werden. Das mussten wir natürlich ausprobieren und so bestellte ich in der zweiten runde den "Pianist". Vergleicht gerne in den Bildern unten Abbildung und Glas und ihr werdet die Übereinstimmung sehen ... So ließen wir den Abend genussvoll ausklingen. 


Tipp:
Zwei Tage nach unserem Aufenthalt in der Bar bekam ich via Instagram mit, dass die Bar im "Falstaff Barguide 2026" zur Hotelbar des Jahres 2026 gekürt wurde. Völlig verdient! Wer also abends in Dresden unterwegs ist, dem können wir einen Abstecher nur empfehlen. Preislich sind die Cocktails auch nicht viel teurer als anderswo, dafür bekommt man hier neben Cocktail-Klassikern vor allem auch tolle eigene Kreationen und einen exzellenten Service.  



Frühstück - Genussvoller Start in den Tag!

Nach einer herrlichen Nacht inmitten unserer "Kissenburg", machten wir uns gegen 9 Uhr auf zum Frühstück, das im "Kastemeiers" kredenzt wurde. Auch hier sind dezent-elegante Grautöne die vorherrschende Farbe, an den Wänden hingen dagegen bunte Kunstwerke, die einen tollen Kontrast gaben. Nachdem wir platziert wurden kam auch direkt die Bedienung und fragte nach unseren Getränkewünschen. Auf meine Frage, was es denn für Kaffee-Variationen gäbe, kam die prompte Antwort: Alles! Im Anschluss wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass auf dem Tisch eine Karte mit "Eierspeisen" steht, die separat gebracht werden. Alles andere finden wir am Buffet. Mein Mann bestellte ein "Ei Benedict" und ich ein paar "Pancakes mit Früchten". Dann machten wir uns auf den Weg zum Buffet, das an die offene Küche angrenzt, wo man der frischen Zubereitung zuschauen kann. Das Frühstücksbuffet sucht mit seinem umfangreichem und hochwertigen Schlemmer-Charakter in Dresden seinesgleichen: Frisch gebackene Croissants, Marmeladen, Obstsalat, deftige Salate mit u. a. Meeresfrüchten, eine Auswahl an Fisch, tolle Käsesorten, ein hausgebeizter Lachs ... (Hier gibt es leider keine Fotos, weil ich es unpassend fand, dort mit dem Smartphone rumzulaufen.) An einem separaten Tisch standen frisch gepresste Säfte als auch auf Eis liegender (auch alkoholfreier) Sekt. Was für ein Start in den Tag!


Tipp:
Auch Nicht-Hotelgäste können hier schlemmen! Wenn ihr euch mal etwas Besonderes gönnen wollt, vielleicht für einen Jahrestag oder so, dann könnt ihr das für 45 € pro Person (Vorabreservierung notwendig) tun. Es lohnt sich!



Abreise und Fazit

Im Anschluss an das herrliche Frühstück checkten wir aus und ließen unser Parkticket entwerten. Auch hier war der Kontakt an der Rezeption äußerst zuvorkommend. Nachdem mit uns gemeinsam die Rechnung durch gegangen wurde, fragte man uns noch, ob wir für unsere Rückreise noch eine Flasche Wasser mitnehmen möchten. Es sind genau diese Dinge, diese vielen kleinen Details, die einen 5-Sterne-Aufenthalt so rund und perfekt machen. Auch wenn manche Dinge für uns "Normalos", die nur ab und an solch einen Abstecher machen, ungewohnt sind. Zum Beispiel als wir im Aufzug nach unten waren, dieser zwischendrin anhielt und das Zimmermädchen samt Staubsauger nicht bzw. erst nach unserer eindeutigen Aufforderung zusteigen wollte. Ganz einfach, weil sich das Personal hier einfach diskret zurückhält und darauf geachtet wird, die Abläufe vor den Hotelgästen nicht sichtbar zu machen. So scheint alles wie von Zauberhand arrangiert. Was mich wirklich posititv überrascht hat, war die Art und Weise des Personals mit direktem Gastkontakt. Egal ob Pagin, Rezeptionistin, Zimmermädchen, Bedienung in den Restaurants oder Barkeeper. Ich habe in hochwertigen Hotels durchaus schon eine gewisse Arroganz und Distanziertheit zu spüren bekommen, wenn man offensichtlich nicht zur "gewissen Klientel" gehört. Nicht so hier. Alle Mitarbeiter waren zu jeder Zeit offen, nett, freundlich und zuvorkommend. Der Aufenthalt hat meine Hemmschwelle somit ein wenig abgebaut bzw. die Erkenntnis reifen lassen, wenn du am Ende die Rechnung bezahlen kannst, dann ist es egal, wer du bist. In diesem Hotel bekommst du ohne wenn und aber der Luxus zu spüren, der einer Gräfin Cosel würdig ist - und wenn es auch nur für eine Nacht ist!